Synagoge

Hinweise in alten Kirchenbüchern lassen darauf schließen, dass es bereits weit vor dem 30-jährigen Krieg Juden in Bad Zwesten gegeben hat. Lange Zeit waren sie die einzigen die sich mit Handel und Metzgerei beschäftigten. Die jüdische Gemeinde hatte einen eigenen Friedhof, der um 1730 angelegt wurde und von 1895 bis 1930 eine eigene Schule.

Bereits um 1628 wird bereits in alten Aufzeichnungen eine Synagoge erwähnt. 1741 wurde eine neue Synagoge erbaut. Nachdem sie 1912 durch ein Feuer stark beschädigt wurde, hat man sie nach dem 1. Weltkrieg wiederaufgebaut.

Die jüdische Synagoge wurde in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, im Rahmen der Pogrome, zwar geplündert, aber nicht angezündet. Durch die enge Bauweise wollte man keinen Brand riskieren.

Die Synagoge stand an der Stelle, an der sich heute das Wohn- und Geschäftshaus Schulstraße 2 befindet.

Das Gotteshaus glich von seinem Äußeren her eher einem Wohnhaus.

1939 wurde das Gebäude verkauft und diente bis 1945 als Scheune. Danach musste es auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung geräumt und in Stand gesetzt werden. Anschließend stand es einige Jahre leer, bis es erneut verkauft wurde und als Lager diente.

Das Gebäude wurde 1967 abgerissen und das heutige Wohn- und Geschäftshaus an dieser Stelle errichtet.


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