Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen: Das Sommerfest des Arbeitskreises Willkommenskultur in Kooperation mit der Gemeinwesenarbeit der Gemeinde Bad Zwesten und dem Second-Hand-Laden „Aus zweiter Hand“ fand am vergangenen Samstag unter besonderen Wetterbedingungen statt. Aufgrund der großen Hitze kamen zwar nur rund 60 Besucherinnen und Besucher – der guten Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Es wurde gemeinsam gelacht, gegessen, gespielt, Musik gehört und miteinander ins Gespräch gekommen. So wurde auch in diesem Jahr ein rundum gelungenes Fest gefeiert.

Rund um den Second-Hand-Laden „Aus zweiter Hand“ und auf dem Mehrzweckplatz gab es für Groß und Klein einiges zu entdecken. Der Laden selbst freute sich über zahlreiche interessierte Kundinnen und Kunden und konnte sich über einen guten Verkauf freuen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Getränke und verschiedene Speisen wurden gegen eine Spende angeboten. Das Konzept funktionierte auch in diesem Jahr wunderbar und trug dazu bei, dass die Gäste in entspannter Atmosphäre zusammenkommen konnten.
Ukrainischer Kinderchor sorgt für musikalische Höhepunkte
Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags war erneut der Auftritt des ukrainischen Kinderchores „Farbige Glöckchen“ aus Borken. Die Kinder und auch die Chorleitungen Irina und Yana begeisterten das Publikum mit ihrem abwechslungsreichen Programm und sorgten mit ihren Liedern für beste Unterhaltung bei kleinen und großen Gästen. Der Auftritt zeigte einmal mehr, wie Musik Menschen unabhängig von Sprache und Herkunft miteinander verbinden kann. Der Applaus des Publikums war entsprechend herzlich und langanhaltend.

Viele helfende Hände machen das Sommerfest möglich
Was das Sommerfest in Bad Zwesten besonders macht, ist seine Entstehung: Organisiert wird das Fest hauptamtlich im Wesentlichen von der Mitarbeiterin der Gemeinwesenarbeit, Karina Koch. Die Durchführung ist jedoch nur möglich, weil zahlreiche Vereine, Institutionen, Privatpersonen und ehrenamtlich Engagierte die Veranstaltung tatkräftig unterstützen.
So stellte der TSV Urfftal kostenlos einen großen Dreier-Pavillon zur Verfügung, der bei den sommerlichen Temperaturen für dringend benötigten Schatten sorgte. Der FC Rot-Weiß unterstützte das Fest mit einem Tor, einer Torwand und Bällen. Beim Spinnschaf konnten Kinder erleben, wie Wolle gesponnen wird, und dabei selbst aktiv werden. Der Verein „Wir für Oberurff-Schiffelborn e. V.“ stellte einen Spuckschutz für das Buffet zur Verfügung. Auch Privatpersonen halfen mit: Unter anderem wurden ein Giant-Jenga-Spiel und eine große Musikanlage kostenlos ausgeliehen.
Hinzu kommen die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die beim Aufbau, bei der Ausgabe von Essen und Getränken, an den verschiedenen Stationen und bei vielen kleinen Aufgaben im Hintergrund unterstützen. Erst dieses Zusammenspiel macht es möglich, ein solches Fest mit vergleichsweise wenig hauptamtlichen Ressourcen auf die Beine zu stellen.

Gerade darin liegt die besondere Stärke des Sommerfestes: Es ist ein Fest, das von Kooperation und freiwilligem Engagement lebt. Vereine stellen Material zur Verfügung, Privatpersonen helfen mit, Ehrenamtliche packen an und die Gemeinwesenarbeit hält die Fäden zusammen. Viele Beteiligte bringen das ein, was sie haben – Zeit, Ideen, Räume, Materialien, Fähigkeiten oder einfach ihre Bereitschaft zu helfen.
Auch wenn die Besucherzahl in diesem Jahr aufgrund der außergewöhnlichen Hitze überschaubar blieb, war das Sommerfest ein schönes Beispiel dafür, was durch gemeinsames Engagement entstehen kann.

Ein herzliches Dankeschön gilt daher allen Vereinen, Privatpersonen, Ehrenamtlichen, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie allen Besucherinnen und Besuchern, die zum Gelingen des Sommerfestes beigetragen haben. Ein besonderer Dank geht an den ukrainischen Kinderchor „Farbige Glöckchen“ für den wunderbaren musikalischen Beitrag.
Das Sommerfest hat erneut gezeigt: Wenn viele ein kleines Stück beitragen, kann daraus etwas Großes entstehen – ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und gelebten Willkommenskultur in Bad Zwesten.
Karina Koch


