Pflanzung "Baum des Jahres"

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Bezirksverband Fritzlar-Homberg


Baum des Jahres 2026, die Zitterpappel, im Kurpark Bad Zwesten gepflanzt


„Ihr seid heute ganz wichtige Akteure bei dieser Veranstaltung, denn ihr pflanzt den Baum des Jahres 2026, die Zitterpappel“. Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald –Bezirksverband Fritzlar-Homberg – der Bad Zwestener Ehrenbürgermeister Heinrich Haupt, auch im Namen seines Stellvertreters Forstoberamtsrat Matthias Schnücker, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3bder Altenburgschule Bad Zwesten. Sie kamen freudestrahlend mit ihrer Schulleiterin Kirsten Pullara sowie den Klassenlehrerinnen Melanie Langguth und Stefanie Kular in Bad Zwestener Kurpark zur Pflanzung einer Zitterpappel, dem Baum des Jahres 2026.
Seit 1993 organisiert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Zusammenarbeit mit der Gemeinde alljährlich die Pflanzung des Baumes des Jahres. 2015 wurde der Baumpfad im Kurpark angelegt und seitdem sind die Altenbugschule und das Forstamt Jesberg mit im Boot. Die Gestaltung des Baumpfades wurde seinerzeit großzügig von der Kreissparkasse gefördert, die seitdem die Jährliche Pflanzaktion mit einer Spende unterstützt, aus der die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auch in diesem Jahr wieder ein Eis für die Schülerinnen und Schüler spendieren konnte.
Menschliches Leben sei ohne Bäume nicht möglich, so Heinrich Haupt. Sie produzieren Sauerstoff, sie binden Kohlenstoffe und bremsen den Klimawandel, sie filtern Staub und kleine Partikel aus der Luft, sie bieten Lebensraum, Nahrung, Nistplätze und Schutz für viele Tierarten, sie sind Nahrungsquellen für Menschen und Tiere, sie sind hervorragende Schattenspender, an heißen Tagen tragen sie zur Temperaturabsenkung bei und sie mindern die Windgeschwindigkeit. Bäume sind nachwachsende Rohstoffe, liefern Holz aus dem Wald z.B. zum Bauen und für Möbel. Bei der Verarbeitung anfallende Reste werden als Pellets zum Heizen verwandt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat es sich zum Ziel gesetzt, die Wichtigkeit und Bedeutung des Waldes und der Bäume insgesamt deutlich zu machen und für deren Schutz einzutreten. Dazu gehören auch die alljährlichen Pflanzungen des Baumes des Jahres.
Die Schülerinnen und Schüler waren mit Herzblut bei der Pflanzung aktiv und gaben zuvor rege Antworten auf die Fragen, welchen Nutzen Bäume haben und was man alles für eine Baumpflanzung benötigt.
Bäume sollte man nicht nur wie heute hier im Park und in unseren Wäldern pflanzen, so Heinrich Haupt. Die heutige Pflanzung des Baumes des Jahres möge auch ein gutes Beispiel und Ansporn sein für Pflanzungen in den Hausgärten. Natürlich nicht mit so groß werdenden Bäumen wie hier im Park sondern mit kleineren und mittelgroßen Obstbäume und bienenfreundlichen Blühgehölzen.
Unter fachkundiger Anleitung des Gemeindegärtners und stellvertretenden Bauhofleiters Alf Brackelmann hoben die Schülerinnen und das Pflanzloch aus und pflanzten dann Schüler die Zitterpappel.
Bürgermeister Achim Siebert freut sich über die zur Tradition gewordene Baumpflanzung im Kurpark. Er begrüßt ebenfalls alle Anwesenden. Ein besonderer Gruß gilt den Kindern der 3. Klassen der Altenburgschule Bad Zwesten, die diese Aktion aktiv begleiten. Gerade für die junge Generation ist es wichtig zu verstehen, welche Bedeutung Bäume für unsere Umwelt haben – sie sind unverzichtbar für unser Klima, unsere Luft und als Lebensraum für viele Tiere. Mit dieser Pflanzung setzen wir gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit und Verantwortung. Für die Kinder ist dies zugleich ihr erstes gemeinsames Projekt in Form einer Baumpflanzung. Sie übernehmen damit eine ganz besondere Rolle: Ab heute sind sie die „Baumpatinnen und Baumpaten“ dieses Baumes. So sollen Sie aktiv das Wachsen des Baumes begleiten.
Der Leiter des Forstamtes Jesberg, Stefan Wirxel, informierte die Anwesenden über den Baum des Jahres. Die Zitterpappel hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet in Europa und Asien. Sie ist recht anspruchslos in Bezug auf die Nährstoff- und Wasserversorgung und besiedelt als sogenannte
„Pionierbaumart“ schnell neue Flächen. Diese Eigenschaft macht Sie für Försterinnen und Förster aktuell sehr interessant. Bei der Wiederbewaldung von Kahlflächen wird das natürliche Verbreitungspotential
der Zitterpappel genutzt. Wirxel zeigte sich beeindruckt vom vorhandenen Fachwissen der anwesenden Grundschülerinnen und Grundschüler, die sich zuvor im Unterricht mit Marie Lehmann, Waldpädagogin beim Forstamt Jesberg, mit der Zitterpappel beschäftigt hatten. Bei der Baum-Rallye unter ihrer Führung konnten die Kinder neues/weiteres Wissen sammeln zu den letztjährigen Bäumen des Jahres.
Nach der Pflanzung und der Baum-Rallye konnten die Schülerinnen und Schüler das verdiente Eis im Kurpark bei herrlichem Wetter genießen.