Die Gemeinde Bad Zwesten weist auf das in diesem Jahr besonders starke Auftreten des Eichenprozessionsspinners hin. Aktuell gehen vermehrt Meldungen aus dem Ortsteil Oberurff-Schiffelborn ein, wo zahlreiche Nester festgestellt wurden.
Um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die weitere Ausbreitung des Schädlings in den kommenden Jahren einzudämmen, hat die Gemeinde bereits Maßnahmen eingeleitet. Eine Fachfirma wurde mit der Entfernung der bekannten Nester beauftragt und wird in den nächsten Tagen an den betroffenen Standorten tätig sein.
Der Eichenprozessionsspinner stellt insbesondere durch seine feinen Brennhaare eine Gefahr dar. Diese enthalten ein hochallergenes Eiweiß und können bei Kontakt Hautreizungen, Juckreiz, Ausschläge sowie Reizungen der Augen und Atemwege verursachen.
Hinweise für Bürgerinnen und Bürger
- Halten Sie Abstand zu befallenen Eichen und den dort befindlichen Nestern.
- Berühren Sie weder Raupen noch Nester.
- Vermeiden Sie den Aufenthalt in unmittelbarer Nähe befallener Bäume.
- Achten Sie besonders auf Kinder, die Raupen oder Gespinste aus Neugier anfassen könnten.
- Hunde und andere Haustiere sollten ebenfalls von befallenen Bereichen ferngehalten werden.
- Nach einem möglichen Kontakt sollten Kleidung gewechselt und gewaschen sowie Haut und Haare gründlich gereinigt werden.
- Bei stärkeren gesundheitlichen Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Gemeinde bittet die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bei der Erfassung weiterer Vorkommen. Sollten Sie Nester oder Raupen des Eichenprozessionsspinners entdecken, melden Sie diese bitte mit einer möglichst genauen Ortsangabe und – wenn möglich – einem Foto an den Büroleiter der Gemeinde:
Jörg Beyer
E-Mail: beyer.rathaus@badzwesten.de
Die Gemeinde Bad Zwesten bedankt sich für die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam kann dazu beigetragen werden, die Belastungen durch den Eichenprozessionsspinner zu reduzieren und die Sicherheit in unserer Gemeinde zu gewährleisten.
Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner und deren Ausbreitung:
Die Gemeinde Bad Zwesten konzentriert ihre Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners insbesondere auf öffentliche Bereiche mit regelmäßigem Publikumsverkehr, wie Kindergärten, Spielplätze, Bushaltestellen, Friedhöfe, Grünanlagen sowie stark genutzte (Wander-)Wege und Plätze, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen.
Für konkrete Maßnahmen ist stets die tatsächliche Gefährdung der Bürgerinnen und Bürger ausschlaggebend, nicht allein das Vorhandensein des Eichenprozessionsspinners.
Der Eichenprozessionsspinner verbreitet sich über seinen Lebenszyklus in mehreren Phasen:
- Eiablage: Die Weibchen legen von Juli bis Anfang September etwa 150 Eier in länglichen Platten an dünnen Zweigen älterer Eichen ab.
- Überwinterung: Die Eier überwintern an den Bäumen. Im Frühjahr schlüpfen die Raupen und beginnen mit dem Fraß an Eichenblättern.
- Raupenentwicklung: Die Raupen durchlaufen im Mai und den folgenden Wochen fünf bis sechs Larvenstadien. Ab dem dritten Larvenstadium bilden sie Brennhaare mit einem hochallergenen Eiweiß, die durch Wind verbreitet werden können und Gesundheitsrisiken für Menschen und Tiere darstellen.
- Verpuppung und Falter: Nach dem letzten Larvenstadium verpuppen sich die Raupen. Daraus schlüpfen Falter, die sich paaren und erneut Eier an Eichen ablegen.
Dadurch breitet sich der Eichenprozessionsspinner von Generation zu Generation aus.


